Wasser und Karlsbad

Ursprünglich wölbten sich über dem Sprudel lediglich leichte Schutzdächer und Pavillons, die nach wiederholten Ausbrüchen und überraschenden Durchbrüchen der Therme schnell zu ersetzen waren. Schon im Jahre 1774 wurde dann aber vis-à-vis ein großer Barock-Sprudelsaal errichtet, der die Anwendung der Heilprinzipien von Dr. David Becher widerspiegelte, der das Trinken des Mineralwassers direkt an der Quelle betonte. Eine erste einheitliche architektonische Lösung der Umgebung des Sprudels fand man erst im Jahre 1826, als hier die erste Empire-Sprudelkolonnade nach einem Projekt von Josef Esch erbaut wurde.

In den Jahren 1878-1879 erbaute man dann an gleicher Stelle nach Plänen der Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer eine neue, gusseiserne Sprudelkolonnade im Stil der Neurenaissance. Aber schon 1939 musste die Kolonnade aufgrund fortgeschrittener Korrosion demontiert werden, für weitere 27 Jahre wurde sie von einem hölzernen Provisorium ersetzt. 1975 wurde dann über dem Sprudel nach einem Projekt von Ing. Arch. Jaroslav Otruba eine neue und moderne verglaste Stahlbeton-Kolonnade im funktionalistischen Stil errichtet.

Der Geysir des Sprudels stößt seine Wasser bis in eine Höhe von 12 Meter aus. Die Kuppel aus Glasprismen über dem Quellort des Sprudels vom Bildhauer Jan Fišer symbolisiert das schlagende Herz des Kurortes. In der weitläufigen Promenadenhalle der Kolonnade befinden sich weitere fünf Quellvasen (mit der Bezeichnung A, B und C), in denen das Sprudelwasser auf 50 und 30 °C abgekühlt wird, um es zu Trinkkuren verwenden zu können. In der Halle befinden sich Stände mit Souvenirverkauf und Ausstellungsetage im Umgang.

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